PODCASTING: Markenbeiwerk oder Markenstrategie?

Tue Gutes und rede darüber

Marken müssen sich bemerkbar machen: Manchmal, indem sie von sich reden lassen – manchmal aber auch, indem sie selbst ihre Stimme erheben.

Ganz in diesem Sinne freuen wir uns, dass unser treuer Kunde – die Eckhard Busch Stiftung – mit ihrem neuen, von uns benannten Podcast REDSEELIG (ab sofort auf Spotify) durchstartet und ein schwieriges Thema nahbar und persönlich vermittelt. Der Podcast wird zur Plattform, die psychische Krisen und Erkrankungen in den Vordergrund stellt. Persönlich. Mit Betroffenen, Angehörigen und Experten, die Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse austauschen. Dem Thema eine Stimme geben – für Menschlichkeit und gegen das Stigma.

Warum hören wir Podcasts? Einfach nur, weil sie digital, neu, gerade noch aufregend sind? Ganz im Sinne von „the medium is the message“? Aktuellen Studien (Online-Audio-Monitor 2020) zufolge nicht (nur). Wir hören Podcasts, weil sie darüber hinaus gehen, die herkömmlichen Markenkommunikation bedient. Weil sie mehr bieten als das, was auf Websites oder in Broschüren zu einem Unternehmen oder Produkt zu finden ist. Weil sie – wenn sie gut gemacht sind – Themen bedienen, die in die Tiefe gehen und dadurch hörbaren Mehrwert schaffen.

Für Marken sind sie also eine Möglichkeit, Werte und Botschaften subtil zu verpacken und über ein Interview, einen Kommentar oder eine Geschichte zu vermitteln. Wie entsteht mein Produkt? Woher kommen meine Rohstoffe? Welche Menschen stecken hinter dem Ganzen?

Deshalb können Podcasts auch für B2B Unternehmen neue Potenziale erschließen. Aktuelle und zukünftige Kunden haben die Möglichkeit, eine andere Seite der Marke ihrer Wahl kennen zu lernen. Und ganz nebenbei werden Employer Branding Faktoren gestärkt, indem man etwaigen Bewerbern einen gewissen Insight vermitteln kann.

Für ein authentisches Markenerlebnis wird es immer wichtiger, relevanten Themen eine Stimme zu geben.

Schließlich gewinnen auditive Plattformen zunehmend als Markensprachrohr an Bedeutung – nicht zuletzt durch die Zuhause-Kultur der Corona-Zeit. Digitalisierung, Technologisierung, Instrumentalisierung – per se nichts Neues. Durch die aktuelle Rückbesinnung auf die eigenen vier Wände und alles, was sich darin abspielt, wird der Anpassungsdruck für Marken allerdings erhöht. Und dabei geht es nicht nur um neue Medien und neue Kanäle, sondern primär auch um neue Wege der Zielgruppenansprache und eine neue Art und Weise, Nähe aufzubauen.

Die Wahrnehmung ändert sich also, das Ziel bleibt: Marken müssen es schaffen, vor allem bei emotionalen Themen persönlich zu bleiben und Nähe aufzubauen. Gleichzeitig Inhalte zu vermitteln, die wichtig sind.
 

„Podcasts sind momentan ja groß in Mode und wir möchten mit unserem eigenen Podcast nicht nur dem Trend der zunehmenden Digitalisierung Rechnung tragen. Wir haben auch überlegt, wie wir in diesen schwierigen Zeiten, in denen nur wenig auf persönlicher Ebene möglich ist, in Kontakt bleiben können. Wir hoffen, dass wir viele spannende Themen finden und Folgen produzieren.“
Bettina Busch, Geschäftsführerin der Eckhard Busch Stiftung


Podcasts bedienen beide Ebenen: Als Audiomedien sind sie ausdrucks- und wortstark, da sie über den Hörsinn einen schnellen Zugang zum Inhalt – und dadurch auch zur Marke – ermöglichen. Parallel bieten sie einen schnellen Zugang zum Inhalt und zu denjenigen, die hinter den Kulissen agieren – und als Moderatoren, Interviewer oder Erzähler der Marke eine Stimme geben. Eine menschliche Stimme, wohlgemerkt. Eine, die zum Konsumenten spricht, ohne ihm direkt etwas verkaufen zu wollen.

Wenn wir uns an den Kampagnenclaim des WDR erinnern, können wir „Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf“ an dieser Stelle direkt „trifft ins Herz“ ergänzen – denn wo ein Sinn, da auch Emotion. Und wo ein Sinneserlebnis, da auch ein Markenerlebnis.

Marke spricht. „Generation Kopfhörer“ hört. Audio wirkt.

In Deutschland nutzen mehr als 70% der Bevölkerung ab 14 Jahren Online-Audio-Angebote . Podcasts erleben dabei einen enormen Zuwachs über alle Altersgruppen hinweg und selbst traditionell nicht ganz Podcast-affine Zielgruppen (Stichwort 50+) finden Gefallen an den Vorteilen des Formats. Jeder vierte Deutsche hört regelmäßig Podcasts – Tendenz steigend. Primärer Grund zum Einschalten? Themen, die woanders nicht oder nicht so ausführlich besprochen werden.

Neben dem Podcast als innovativem Kanal und der Marke als vertrautem Absender zählt in erster Linie der Inhalt, der die Zielgruppe bereichert, begeistert oder zum Nachdenken verleitet.

Podcasts wie REDSEELIG zeigen, wie es geht. Hier gibt es echte Menschen mit echten Emotionen. Gleichzeitig auch echte Lösungswege. Und einen Bezug zur Marke, hier die Stiftung, die als Absender all jenes verbindet.

Sie wollen zu aktuellen Themen rund um Markensprache und Markenbildung informiert werden?

Hier auf dem Laufenden bleiben